Heute muss ich einfach mal etwas Luft ablassen. Und zwar habe ich mich tierisch, und das ist kein Wortspiel, über das Tierheim in Rüsselsheim geärgert. Aber ich will die Geschichte von vorn erzählen, damit sie nachvollziehbar ist. Ende Dezember, also kurz nach Weihnachten, haben wir auf der Internetseite des Tierheims in Rüsselsheim 18 zu vermittelnde Maine-Coon-Mixes gefunden. Nun muss man wissen, dass wir schon zwei etwa 10 Jahre alte echte Maine-Coon Katzen besitzen, aber eben dann einfach überlegten, noch zwei aus dem Tierheim zu holen. Wir haben ein großes Haus und Platz genug. Also sind wir los und haben dort auch gleich nach genau diesen Katzen gefragt. Nach ein wenig warten, fand sich dann auch die verantwortliche Person und zeigt und die noch nicht vermittelten Katzen. Es waren noch etwa 10 oder 12 von den 18 Stück übrig. Uns wurde auch gleich mitgeteilt, dass es auf jeden Fall besser wäre, zwei Katzen mitzunehmen, da sie alle so liebevoll miteinander umgehen würden. Naja, solche Bemerkungen kann ich nachvollziehen und wir waren ja auch dazu bereit. Eigentlich wollten wir aber einen Kater, aber diesen wollten sie uns auch welchen Gründen auch immer nicht geben. Sie sagten uns, der würde alle Katzen mobben, und somit nicht zu unseren beiden älteren Katzen passen. Als wir mit alle Katzen allein waren, wurde aber eher der Kater gemobbt, er bekam von den Leckerli, die wir verteilten nämlich gar nichts ab. Aber was soll`s wir entschieden uns dann für zwei Katzen, die der Rasse Main-Coon noch am ähnlichsten waren und wer Maine-Coon kennt, kann diese Entscheidung bestimmt nachvollziehen.
Nach 2 Tage, die sie doch eher scheu waren, tauten beide auf und ich dachte mir, mei die Biggi hat da aber ganz schön Filz am "Pobbo", den sollten wir mal entfernen, notfalls mit der Schere. Oh man, was ein Glück, dass ich keine Schere zur Hand genommen habe. Nachdem wir nur eine Bürste verwendeten, stellte sich nämlich beim bürsten heraus, dass unsere Biggi keine Biggi war und jetzt heißt sie/er Berti.
Nun hatten wir aber ein Problem, denn beide waren noch nicht kastriert und kleine Katzenbabies können wir uns dann doch auch nicht leisten. Also schrieben wir eine Email an das Tierheim (es war Silvester). Zu Neujahr rief eine aufgeregt Person, wohl aus der Verwaltung des Tierheimes an und wollte wissen wir akut das ganze ist. Da beide erst 4 bis 5 Monate alt waren, musste zumindest nicht sofort etwas passieren und sie versprach der zuständigen Person Bescheid zu geben. Auf eine Reaktion warten wir bis heute.
Nun dies ist aber noch nicht alles. Beide Katzen hatten von Anfang an Durchfall. Am Anfang denkt man ja noch ok, Futterumstellung. Dann bekamen unsere beiden großen hintereinander Magenprobleme (sie Kotzten schrecklich und haben etwa 5 Tage nichts gefressen) und hinterher hatten wir 4 Katzen mit Durchfall. Daraufhin sammelten wir fleißig Kot und das Labor stellte die Diagnose Giardien. Soweit so gut, auch dass kann in einem Tierheim passieren. Unsere Tierärztin meinte dann aber, sie hätten auch einen Hund in Behandlung, der aus dem Tierheim Rüsselsheim stammt und deren Besitzer wurde zumindest gesagt, dass es eventuell ein Problem mit Giardien geben könnte und jetzt fängt bei mir der Ärger an.
Zu erst einmal scheint das Tierheim zu wissen, dass es da ein Problem gibt. Dann geben sie Tiere mit Parasiten heraus und dass auch noch in Haushalte, in denen schon andere Tiere leben. Das kann doch nicht Sinn und Zweck eines Tierschutzvereins sein, andere Tiere wissentlich mit Parasiten anzustecken. Am meisten ärgere ich mich aber über die Art und Weise, wie das Tierheim damit umgeht. Wir haben sofort wieder eine Email geschrieben und auf auf eine Antwort warten wir bis heute. Ich würde wenigsten erwarten, dass sich in solch einer Situation das Tierheim sofort meldet und man zusammen Lösungen findet. So eine Behandlung gegen Giardien für 4 Katzen ist nicht nur aufwendig, sondern auch ein wenig kostspielig und nicht jeder kann sich dass leisten, zumal wir bei der Schutzgebühr auch noch einen kleinen Aufschlag zahlen durften, da es ja Rassekatzen sind. Zuerst habe ich ja gedacht, nun gut, die Katzen wissen das zwar nicht, aber für den Tierschutz ist es ja ok, aber jetzt finde ich es einfach nur unverschämt, zumal man anscheinend der Meinung ist, wer sich Rassekatzen leisten kann, der wird schon keine Probleme haben, auch noch die Medikamente zu bezahlen. Dass wir aber die Impfung und die Kastration beider jetzt auch auf unsere Kosten machen, obwohl anders vereinbart, weil mir die zwei keien Pfote mehr in dieses Tierheim setzten und das dies langsam in die hunderte geht, scheint dem Tierheim völlig egal.
Also wirklich unter Tierschutz stelle ich mir etwas anderes vor und langfristig schaden solche Aktionen den Tieren viel mehr als sich die Beteiligten im Tierheim wohl ausmalen können. Aber wie sagt man so schön, ist der Ruf erst einmal ruiniert ....
Donnerstag, 11. Februar 2010
Schlechte Erfahrungen mit Tierheim Rüsselsheim
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