Wer nach Hamburg als Tourist fährt, hat sicherlich einige wichtige Sehenswürdigkeiten auf dem Besichtigungsplan, wie den Altonaer Fischmarkt oder den Hafen natürlich. Auch die Speicherstadt mit dem Speicherstadtmuseum ist ein beliebtes Ziel. Eine vielleicht nicht so bekannte Sehenswürdigkeit in der historischen Speicherstadt Hamburgs möchte ich hier einmal etwas näher vorstellen. Die Ausstellung "Hamburg Dungeon" ist allerdings nichts für schwache Nerven und Familien mit Kleinkindern sollten sich vielleicht vorher überlegen, wieweit sie ihr Kleinen erschrecken wollen. Das "Hamburg Dungeon" ist eine Mischung aus Gruselkabinett, Show und Fahrgeschäften und den Besuchern wird die Geschichte Hamburgs durch Schauspieler näher gebracht. So wird in 14 Live-Shows mit Spezialeffekten und furchterregenden Fahrten die grausige Geschichte Hamburg wieder lebendig. Ob in der Folterkammer oder im Labyrinth der Verlorenen. Weitere Themen sind der Große Brand von Hamburg, die Zeit der Inquisition und der Schwarze Tod - die Pest. Nicht fehlen darf hier natürlich die Hinrichtung des Seeräubers Klaus Störtebeker. Anfangs endete die Ausstellung mit der Sturmflut von 1717, bei der die Flucht vor der Flut mit einem kleinen Boot inszeniert wird. Seit 2008 wurde die Ausstellung um die Attraktion Sturz in die Hölle erweitert, bei der die Zeit des Dreißigjährigen Krieges thematisiert wird.
Und ab Ostern 2010 kann jeder in der Ausstellung die "Moorleichen - niemand hört dein Schreien" erkunden. Hier erwarten den Besucher unheimliche finstere Irrwege durch sumpfiges Moor und es kommt zu Begegnungen mit gruseligen Moorleichen. Der geschichtliche Hintergrund dieser Attraktion liegt ebenfalls in der Sturmflut von 1717 begründet. Damals spülten Unmengen an Wasser durch die Hansestadt und am Ende blieb dreckiger Schlamm, stinkender Morast und eben die Moorleichen. Bei dieser neuen Show gibt es wirklich einiges zu entdecken, neben 3 ruhenden, realistischen Moorleichen 3 weitere gruselige Leichen, die sich in Aktion befinden. Das Moor ist eine Höhle mit unebenen Boden, mit vielen ekligen Wurzeln, die von der Decke hängen. Knochen und Skelette ragen aus den Wänden. Der Gang ist etwa 6 Meter lang und voll mit Spezialeffekten. Für einen ersten Eindruck über das Dungeon in Hamburg ist der Trailer auf Youtube sehr gut geeignet oder der Spaß mit der "Klopfenden Wand".
Wer jetzt Lust auf einen Besuch bekommen hat und noch weitere Informationen braucht, kann sich in erster Linie natürlich auf der Original Website des Dungeon umschauen. Eigentümer des Hamburg Dungeon ist die Merlin Entertainments Group. Ähnliche Auststellungen gibt es noch in Amsterdam, York, London und in Edinburgh. Natürlich gibt es noch weitere Informationen im WWW, empfehlen möchte ich hier noch Facebook & Tipdoo. Wer schon einmal dort war oder jetzt zu Ostern oder auch danach die neue Ausstellung besucht hat, kann hier gern einmal einen kleinen Kommentar loswerden, wie es euch so gefallen hat.


